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02.Mai.2018 Von: pe

ESF Team-EM 2018 Div 1+2 Wroclaw



Die heurigen Team-Europameisterschaften Div. 1 + 2 haben am Mittwoch um 10:00 in Wroclaw (dt.: Breslau / POL) in der 32-Court-Anlage "Hasta La Vista" mit den ersten sieben Vorrunden-Matches begonnen.

Für Österreich begann das Turnier unmittelbar im Anschluss und aus heimischer Sicht hat es leider nicht gut begonnen:

Vorrunde Damen (Div. 2 Pool A)

Österreich [4] - Finnland [5] 0-3

Das erste Team-Match in Pool A der Division 2 gegen Finnland [#5] am Mittwoch um 12:00 ging mit 0-3 ganz glatt an die Damen aus dem hohen Norden.

Gleich im ersten Einzel der topgesetzten Damen konnte Vize-Staatsmeisterin Jacqueline Peychär zwar einen hart umkämpften 3. Satz mit 14:12 für sich entscheiden, der Ausgang des Spiels stand jedoch eigentlich nie in Frage, gingen doch die anderen Sätze relativ klar an ihre Gegnerin Emilia Soini.

Nach dem Match der Nummer-3-Damen war dann schon alles entschieden, denn das gerade noch 17-jährige Team-Küken Katarina Glavic hatte gegen Riina Koskinen wenig zu bestellen und musste bereits nach etwas mehr als einer Viertelstunde den Court mit nur 11 gewonnenen Ballwechseln wieder verlassen.

Auch im letzten Einzelspiel konnte die routinierte Grazerin Theresa Krassnigg ihre Kontrahentin Emilia Korhonen zu keinem Zeitpunkt gefährden und musste folglich ebenfalls eine 0-3-Niederlage hinnehmen.

1 WS1 Jacqueline Peychär - Emilia Soini        4-11 8-11 14-12 6-11   0:30
2 WS3 Katarina Glavic       - Riina Koskinen    5-11 3-11 3-11             0:17
3 WS2 Theresa Krassnigg - Emilia Korhonen 4-11 1-11 8-11             0:16

Österreich [4] - Polen [8] 0-3

Nach der Papierform hier eigentlich in der Favoriten-Rolle, konnten sich die heimischen Damen auch im 2. Spiel nicht durchsetzen.

Jacqueline Peychär ging zwar mit 1-0 gegen Karina Tyma in Führung, doch die Polin legte einen Gang zu und entschied die beiden folgenden Sätze sicher zu ihren Gunsten. Der Satzausgleich wollte Jacqueline trotz Kampf nicht mehr gelingen und sie verlor auch ihr zweites Spiel mit 1-3.

Nach fulminantem Start (5-0) musste dann Theresa Krassnigg gegen Natalia Ryfa noch den Verlust des ersten Satzes hinnehmen und konnte dann in Satz 2 die Polin in keiner Weise fordern. In Satz 3 steigerte sie sich wieder und es fehlten ihr nur mehr 2 Punkte zum 1-2, doch auch hier konterte Ryfa erfolgreich: 0-3.

Im bereits bedeutungslosen dritten Einzel kam Julia Clementi erstmals zum Einsatz und traf hier auf Magda Kaminska. Leider erwies sich Magda als eine Nummer zu stark für Julia, das Spiel ging in 10 Minuten an ihre Gegnerin: 0-3.

1 WS1 Jacqueline Peychär - Karina Tyma        1-3  11-9 5-11 4-11 10-12   0:32
2 WS3 Theresa Krassnigg - Natalia Ryfa          0-3  8-11 3-11 9-11             0:18
3 WS2 Julia Clementi         - Magda Kaminska  0-3  2-11 1-11 0-11             0:10

Österreich [4] - Spanien [1] 0-3

Das letzte Team-Match der Vorrunde war eines zweier ungleicher Gegner: die Südländerinnen waren den heimischen Damen in allen Belangen überlegen. Obwohl deren Nummer 1 Jacqueline Peychär sich auch hier gegen die drohende Niederlage aufbäumte, hatten die Österreicherinnen in 8 von 9 gespielten Sätzen keine Chance. 

1   WS3   Katarina Glavic       - Marta Dominguez  0-3   5-11 6-11 6-11     0:18
2   WS1   Jacqueline Peychär - Kristina Gomez     0-3   3-11 4-11 10-12   0:18
3   WS2   Theresa Krassnigg  - Xisela Aranda        0-3   2-11 4-11 2-11    0:17

Vorrunde Herren (Div. 2 Pool A)

Österreich [8] - Italien [9] 1-3

Auch im ersten Spiel der Herren gab es nur Teilerfolge zu verzeichnen: immerhin reichte es zu einem Einzel-Sieg und 2 weiteren Satzgewinnen.

Nach einer deutlichen 0-3-Niederlage von Marcus Greslehner gegen Muhammad Bilal und einem hart erkämpften 5-Satz-Sieg von Staatsmeister Aqeel Rehman über Yuri Farneti durfte man bei Spielgleichstand noch hoffen.

Paul Mairinger lieferte sodann seinem Gegenüber Ludovico Cipoletta einen ganz großen Kampf über fast eine Stunde und musste sich erst nach 5 Sätzen knapp geschlagen geben.

Für den Sieg im Team-Match wäre nun ein sehr, sehr klarer Erfolg von Vize-Staatsmeister Jakob Dirnberger gegen Oliviero Ventrice nötig gewesen, doch es war der Italiener, der sich hier ganz klar durchsetzte und somit ging das Match an Italien: 1-3.

1 MS3  Marcus Greslehner - Muhammad Bilal       0-3   3-11 6-11 4-11                      0:24
2 MS1  Aqeel Rehman        - Yuri Farneti              3-2   11-7 11-6 6-11 10-12 11-7    0:50
3 MS4  Paul Mairinger        - Ludovico Cipolletta   2-3   12-10 16-18 11-6 6-11 8-11  0:57
4 MS2  Jakob Dirnberger    - Oliviero Ventrice       0-3    4-11 4-11 3-11                      0:27

Österreich [8] - Finnland [1] 0-4

Im ersten Einzelspiel zwischen Lukas Windischberger und Tatu Knuutila konnte der Niederösterreicher mt Hilfe seiner bekannten Qualitäten alle 3 Sätze bis zum Stand von 9-9 offen halten. Doch jedesmal gelang es dem Finnen, im entscheidenden Moment zuzusetzen und die beiden folgenden Punkte für sich zu entscheiden.

Aqeel Rehman startete sehr gut in das 2. Spiel, während Olli Tuominen nur langsam zu seiner Form fand - leider gerade noch rechtzeitig, um sich den ersten Satz zu sichern. In der Folge kam der hierzulande bestens bekannte Nordländer immer besser ins Spiel, während Aqeels Spiel fehleranfälliger wurde - 2. Satz 4-11. Der dritte Satz verlief analog dem ersten - nach Vorteilen für Aqeel ging Olli schließlich mit 9-8 erstmals in Führung und ließ dann nichts mehr anbrennen: 0-3.

Der erste Satz im Spiel zweier weiterer Routiniers zwischen Jakob Dirnberger und Matias Tuomi brachte bereits die Entscheidung zugunsten Finnlands, denn der Finne zeigte die insgesamt doch solidere Leistung und sicherte sich diesen ungefährdet. Im bereits bedeutungslosen zweiten Satz hatte Jakob seinem immer souveräner agierenden Gegner kaum etwas entgegenzusetzen: 2-11. Dann jedoch lief aus heiterem Himmel plötzlich gar nichts mehr für Tuomi, während Jakob nahezu fehlerlos agierte: 11-2. Nach einem offenen Schlagabtausch fand der Finne dann wieder seine zuvor gezeigte Sicherheit und gewann Satz 4 und das Spiel: 11-7. 

Im "Dead Rubber" ging Marcus Greslehner gegen Jaakko Vähämaa mit 1-0 in Führung, doch das Spiel lief im Prinzip wie die vorangegangenen: wann immer es nötig war, konnte der Gegner rechtzeitig zusetzen - die weiteren Sätze gingen knapp, aber doch an den Finnen: 1:3.

1   MS4   Lukas Windischberger - Tatu Knuutila       0-3   9-11 9-11 9-11            0:34
2   MS1   Aqeel Rehman            - Olli Tuominen       0-3   9-11 4-11 8-11            0:24
3   MS2   Jakob Dirnberger        - Matias Tuomi        1-3   6-11 2-11 11-2 7-11    0:31
4   MS3   Marcus Greslehner      - Jaakko Vähämaa  1-3   11-7 7-11 8-11 8-11   0:31

Platzierungsrunde Damen (Div. 2 Plätze 5-8)

Unsere Damen spielten nun in einem "Round Robin" um die Plätze 5-8 der Division 2 und somit gegen den Abstieg in die dritte Leistungsklasse (die beiden letztplatzierten Mannschaften steigen ab).

Gegnerinnen waren hier außer Irland [6] noch Russland [7] und neuerlich Polen [8] (wird nicht ausgespielt, hier wird das Ergebnis 0-3 aus der Vorrunde mitgenommen). Von der Setzung her eigentlich eine "G'mahte Wies'n", war dies dennoch eine sehr schwierige Herausforderung.

Österreich [4] - Irland [6] 1-2

In dieser Begegnung erwies sich Irland tatsächlich als unangenehmer Gegner - ein von der Spielstärke her nicht überragendes, aber sehr ausgeglichenes Team.

Zu Beginn lief es zufriedenstellend, Theresa Krassnigg musste zwar nach einem 2-Satz-Vorsprung gegen Ciara Moloney noch viel länger rackern, als ihr vermutlich lieb war, doch im entscheidenden Moment konnte sie die 1-0-Führung unter Dach und Fach bringen.

Im Anschluss gelang es auch Jacqueline Peychär, gegen die erst 17-jährige Sophie O'Rourke knapp aber doch mit 1-0 in Führung zu gehen. Doch die junge Frau von der grünen Insel hielt erfolgreich dagegen und konnte alle weiteren Sätze für sich verbuchen.

Nun lag es am jüngsten Team-Mitglied Katarina Glavic, den so dringend benötigten zweiten Sieg klarzumachen. Nach 2 Sätzen hatte sie wie ihre nur ein paar Tage ältere Gegnerin Laura Neill je einen davon zu Buche stehen. Die Viertelfinalistin der irischen Meisterschaften hatte jedoch mehr Reserven als Kati und entschied die beiden weiteren Sätze problemlos für sich, ohne noch einmal in Gefahr zu geraten.

1   WS2   Theresa Krassnigg  - Ciara Moloney         3-2   13-11 11-8 3-11 2-11 11-7   0:39
2   WS1   Jacqueline Peychär - Sophie O'Rourke     1-3   11-9 8-11 8-11 6-11             0:34
3   WS3   Katarina Glavic        - Laura Neill               1-3   4-11 11-6 3-11 4-11             0:24

Und damit stand nun leider bereits fest, dass Österreichs Damen hier bestenfalls den vorletzten Platz belegen würden.

Österreich [4] - Russland [7] 2-1

Knapp aber doch nutzten nun auch unsere Damen ihre letzte Chance auf einen Matcherfolg.

Jacqueline Peychär setzte sich problemlos gegen Ekaterina Marusan durch, während die Satzergebnisse für Theresa Krassnigg bei ihrem letztlich doch ungefährdeten 3-0 gegen Olga Severinova etwas knapper ausfielen.

Der "Dead Rubber" in diesem "Dead Match" ging trotz tapferer Gegenwehr von Katarina Glavic an ihre Gegnerin Varvara Esina.

1   WS2   Jacqueline Peychär  - Ekaterina Marusan   3-0   11-6 11-2 11-7      0:18
2   WS1   Theresa Krassnigg  - Olga Severinova        3-0   11-8 12-10 11-7   0:20
3   WS3   Katarina Glavic        - Varvara Esina            0-3   7-11 9-11 9-11     0:23

Es bleibt die Hoffnung auf einen Erfolg nächstes Jahr in Division 3 und damit eine Rückkehr in die zweite Leistungsklasse im Jahr 2020.

 

Platzierungsrunde Herren (Div. 2 Plätze 9-12)

Gleiches Szenario bei unseren Herren: auch sie spielten nun in einem "Round Robin", allerdings um die Plätze 9-12 der Division 2 und somit ebenfalls gegen den Abstieg in die Division 3.

Gegner hier war außer Polen [12] und der Slowakei [11] noch Portugal [7]. Auch dieser Raster verlangte unserem Team beim Versuch, das Minimalziel Klassenerhalt (= mindestens 2. Platz) zu schaffen, noch einmal alles ab.

Österreich [8] - Polen [12] 3-1

Erster voller Erfolg für Österreich im ersten Match am dritten Tag: zwar musste sich Lukas Windischberger in einer mehr als einstündigen Marathonpartie Filip Jarota in fünf Sätzen geschlagen geben, doch unsere Nummern 1 bis 3 Aqeel Rehman, Jakob Dirnberger und Marcus Greslehner konnten ihre Spiele jeweils in 3 Sätzen ohne große Probleme ins Trockene bringen.

1  MS4  Lukas Windischberger - Filip Jarota             2-3  11-8 14-12 13-15 5-11 6-11 1:02
2  MS1  Aqeel Rehman            - Adam Pelczynski     3-0  11-4 11-1 11-9                     0:26
3  MS3  Marcus Greslehner      - Maksym. Wielgus   3-0  12-10 11-7 11-7                   0:31
4  MS2  Jakob Dirnberger        - Piotr Hemmerling    3-0  11-1 11-2 11-8                      0:27

Somit war der Klassenerhalt "nur" mehr einen Sieg entfernt und konnte bereits am Freitag fixiert werden.

Österreich [8] - Slowakei [11] 2-2 (6-6, 88-99)

Das vorletzte Spiel der heimischen Herren bei diesen Titelkämpfen brachte leider nicht den klaren Sieg, sondern ein ganz klares Unentschieden.

Setzten sich einerseits unsere Aushängeschilder Aqeel Rehman und Jakob Dirnberger auf den Positionen 1 und 2 gegen Miroslav Celler und Marek Manik problemlos durch, war unser Team auf den Positionen 3 und 4 mit Lukas Windischberger und Paul Mairinger gegen Tomas Toth und Matej Hrnčiřík relativ chancenlos.

1  MS4  Paul Mairinger             - Matej Hrnčiřík    0-3   6-11 3-11 1-11   0:21
2  MS1  Aqeel Rehman             - Miroslav Celler  3-0   11-9 11-6 11-4   0:28
3  MS3  Lukas Windischberger - Tomas Toth       0-3   0-11 5-11 7-11   0:24
4  MS2  Jakob Dirnberger         - Marek Manik     3-0   11-4 11-4 11-6   0:35

Unseren Herren wurde hier somit nur ein Punkt gutgeschrieben. Im letzten Spiel benötigten sie daher einen Sieg, um sicher den 9. Endrang zu belegen.

Andernfalls konnte dieser Spielraster mit lediglich Platz 3 für Österreich noch böse enden.

Österreich [8] - Portugal [10] 0-4

In diesem Match durfte man eigentlich hoffen, dass der Klassenerhalt geschafft werden könnte, hatten die Portugiesen doch gegen die Slowakei in nahezu gleicher Aufstellung kein wesentlich besseres Resultat erzielt als Österreich.

Doch leider nahm die letzte Begegnung unserer Herren tatsächlich die schlimmst mögliche Wendung - nicht nur der Sieg, auch ein eventuell ausreichendes Unentschieden war völlig außer Reichweite.

Lediglich Marcus Greslehner auf Position 3 gelang es, sein Spiel über 4 Sätze offen zu halten, bis sein Gegner Tomas Silva alles klarmachen konnte.

Zuvor hatten bereits Jakob Dirnberger gegen Claudio Pinto und Aqeel Rehman gegen Rui Soares die Überlegenheit ihrer jeweiligen Kontrahenten anerkennen müssen.

Zuletzt wollte auch Paul Mairinger gegen Pedro Pinto keine Resultatskosmetik mehr gelingen: 0-3.

1 MS2 Jakob Dirnberger - Claudio Pinto 0-3 7-11 4-11 8-11 0:36
2 MS1 Aqeel Rehman - Rui Soares 0-3 4-11 3-11 3-11 0:22
3 MS3 Marcus Greslehner - Tomas Silva 2-3 11-7 1-11 5-11 13-11 4-11 0:42
4 MS4 Paul Mairinger - Pedro Pinto 0-3 4-11 8-11 6-11 0:29


Damit bleibt auch hier nichts als die Hoffnung auf eine Steigerung im nächsten Jahr.

 

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