Austrian Open 2006, Wellness Park
Oberlaa
Nachdem der WSRV als Veranstalter des diesjährigen Austrian Open kurzfristig
einsprang, blieb nicht viel Zeit für die Vorbereitungen. Doch unter Mithilfe
vieler Beteiligter gelang es sowohl Preisgeld als auch ein mehr als
ansehnliches Teilnermerfeld aufzustellen. Trotz 5 Absagen nach Nennschluß waren
noch immer 28 Herren und 10 Damen aus 10 Nationen, darunter 13 Spielerinnen und
Spieler aus Österreich, am Start.
Von Freitag an gab es durch das ausgeglichene Teilnehmerfeld viele
5-Satz-Partien, dank der exzellenten Turnierleitung von Andy Holland wurden
auch kleine ("wo san die Schiedsrichter") und große ("die kommen
eine Stunde später") Probleme für die Spieler kaum sichtbar.
Die österreichischen Damenschlugen sich recht wacker, gegen die international
aktiven Ausländerinnen konnte sich aber nur die Vizestaatsmeisterin Birgit
Coufal (SAS Wien) durchsetzen. Sie gewann im Semifinale klar gegen die
Spanierin Chantal Moros-Pitarch, musste sich aber im Finale der Südafrikanerin
Tenile Swartz 0/3 geschlagen geben. Die Überlegenheit von Tenile im gesamten
Turnier wird durch ein Punktverhältnis von 81:12 klar dokumentiert. Im
Österreicherinnenduell um den 5. Platz konnte sich Bettina Greslehner gegen
Judith Gradnitzer deutlich mit 3/0 durchsetzen.
Bei den Herren fehlten auf seiten der Gastgeber zwar die ersten Drei der
Staatsmeisterschaften, aber umso mehr konnten sich die "jungen
Wilden" in Szene setzen. Sämtliche Bundesligaspieler erreichten problemlos
die 2. Runde, dort hieß es aber für alle bis auf Aqeel Rehman (SC80) und Jakob
Dirnberger (PSCL), die Überlegenheit der Gäste anzuerkennen. Erfreulich war
aber, dass trotz der Niederlagen der Kampfgeist, der Wille und auch die
Ausdauer bis zuletzt anhielten.
Im Viertelfinale war dann für Jakob gegen den späteren Dritten, Tom Pashley
(ENG), Endstation. Doch auch dieses Spiel verlief wesentlich knapper als
"befürchtet".
Aqeel hatte mit dem Niederländer Niels Hoevenaars keine Probleme und so stand
er gegen den Südafrikaner Clinton Leeuw im Semifinale. Während er im ersten
Satz noch nicht ganz am Platz war, ging der folgende Satz ins Tiebreak , das
leider auch verloren ging. Doch im dritten Satz war alles ganz anders und ging
klar an Aqeel. Leider riß im vierten Satz wieder der Faden und so blieb nur das
Spiel um den 3. Platz.
Im zweiten Semifinale setzte sich der zweite Teinehmer aus Südafrika, Stephen
Coppinger, klar gegen Tom Pashley durch.
Im "kleinen Finale" hatte Aqeel gegen Tom durchaus seine Chancen,
obwohl er 3 Punkte mehr machte, ging die 5-Satz-Partie leider doch verloren.
Das Finale zwischen Stephen Coppinger und Clinton Leeuw war dann (wie so viele
andere Spiele an diesem Wochenende) eine wahre Augenweide, die leider nur mehr
von wenigen genossen wurde. Nach einer Spielzeit von 55' gewann Stephen klar
mit 3/0 und somit gingen beide Titel nach Südafrika.
Abschließend sei noch das ausgezeichnete und reichliche Buffet am Samstag abend
zu erwähnen und nochmals allen Sponsoren und Organisatoren gedankt, ohne deren
Zusammenarbeit dieses Turnier nicht so geklappt hätte, wie es eigentlich bei
allen sein sollte.
Ergebnisse finden sie unter: www.wsrv.at/austrianopen2006