Vienna Open 2007
Das 25-jährige Bestandsjubiläum des Wiener Squash Rackets Verbandes wollten die
Veranstalter mit einem sportlichen und gesellschaftlichen Event der Oberklasse
feiern. Es wurde neben internationalen Turnieren (PSA/WISPA) auch ein
nationales Ranglistenturnier für den österreichischen „Mittelstand“,
ausgeschrieben, um möglichst viele Aktive zu erreichen. Weiters wurden im Vorfeld
die Archive durchstöbert, um die ehemaligen Funktionäre einladen zu können,
auch Sponsoren (Dank an die BA-CA und AWD) konnten aufgetrieben werden.
Doch leider traf die Einladung, mitzumachen, bei den Aktiven, insbesondere der
der Bundesländer, voll ins Leere. Das PSA-Turnier konnte immerhin mit dem
Großteil des österreichischen Teamkaders glänzen, doch auch da vermisste man
die Beteiligung auswärtiger Bundesligaspieler (an dieser Stelle Lob und Dank an
Klaus Pfeifer!). Beim WISPA-Turnier konnte nur Birgit Coufal (derzeit Nr. 83 in
der WISPA-Weltrangangliste) ein internationales Level erreichen, beim
Ranglistenturnier war eine Abordnung des neu gegründeten Vereins Squash Union
Bad Vöslau praktisch die einzigen Teilnehmer ausserhalb Wiens.
Doch nun zum sportlichen – was auch das wesentliche war!
Das PSA-Turnier brachte mit einem Triplesieg der Österreicher ein
sensationelles Ergebnis. Staatsmeister Aqeel Rehman (SC80) musste nur im
Semifinale gegen Martin Stepan (CZ) einen Satz abgeben, das Finale gewann er
gegen Jakob Dirnberger glatt mit 3/0. Überraschend stark war die Leistung von
Stefan Brauneis (SAS Wien-Energie), der im Spiel um den 3. Platz Martin Stepan
ebenfalls eindrucksvoll mit 3/0 bezwingen konnte. Eine ebenfalls hervorragende
Leistung erbrachte auch Klaus Pfeifer (USC2000), der durch Siege gegen K.Khan
und Christian Coufal (der zweite Bundesligaspiler von SAS-Wien-Energie) den 5.
Platz erreichen konnte.
Wesentlich internationaler war das Feld bei den Damen besetzt. Die große Frage
war, ob Staatsmeisterin Birgit Coufal (SAS -Wien-Energie), als Nr. 1 gesetzt,
ihr „Heimturnier“ gewinnen kann. Zunächst sah auch alles danach aus, sie gewann
ihre beiden ersten Spiele glatt, währenddessen ihre Finalgegnerin, Lucia
Fialova (CZ), im Semifinale gegen Linda Hruzikova (SK) , über 5 Sätze gehen
musste.
Doch die Tschechin bewies enormen Kampfgeist, nach über einer Stunde Spielzeit
musste auch in dieser Partie ein fünfter Satz entscheiden. Und leider fehlte
das Quentchen Glück, Birgit musste sich nach 2 vergebenen Matchbällen mit dem
knappsten Ergebnis, 9/10, geschlagen geben.
Das Ranglistenturnier wurde bis zuletzt nach „Papierform“ gespielt, einige
Resultate waren knapper als vermutet, doch letztendlich ging auch das Finale
nach Setzung aus, doch hatte Thomas Neumayer (SAS -Wien) gegen Andreas
Blauensteiner (PSV) mehr Mühe als ihm lieb war und musste ebenfalls über 5
Sätze gehen, bis er den Siegespokal entgegennehmen durfte.
Im Rahmen der Siegerehrung wurden auch Dr. Dieter Gradwohl, Martin Paga, Leopold
Sochor und Edi Stepanek für ihre Verdienste für den Wiener Squashsport geehrt,
das Apres-Squash ging noch lange weiter ….
Alles weitere finden sie unter: www.wsrv.at/viennaopen2007